Quittengelee rettet Elcano und die Weltumsegelung
Vom Gewürz-Paradies Tidore zurück nach Sevilla
Während des Scharmützels von Mactán am 27. April 1521, bei dem Magellan zu Tode kam, starben weitere 8 Europäer und einige wurden durch Pfeile der Eingeborenen verletzt, darunter auch der italienische Chronist Antonio Pigafetta. Dies rettete ihm wahrscheinlich sein Leben. Denn als der vermeintlich mit ihnen verbündete König Humabón am 1. Mai die Entdecker aus Europa zu einem Gastmahl einlud, konnte Pigafetta aufgrund seiner Verwundung nicht teilnehmen und blieb – ebenso wie Juan Sebastián Elcano – an Bord des Schiffes. Die 23 Eingeladenen wurden während des Gastmahls massakriert und die drei übrig gebliebenen Schiffe flüchteten hastig Richtung Süden.
Obwohl Magellans erster Stellvertreter, der Portugiese Carvalho, zunächst das Kommando übernahm, herrschte nach dem Schock durch den Tod Magellans und der Ermordung von 23 Kameraden zunächst fast 3 drei Monate Chaos in der Gruppe der überlebenden Gewürzabenteurer. Nach diesem Verrat von Humabón witterten sie überall Hinterhalte, was zu einigen Überreaktionen führte. Auf der Insel Bohol verbrannten sie das Schiff „Concepción“, weil die übrig gebliebenen 116 Seeleute zu wenig Besatzung für drei Schiffe bildeten. Fortan bestand ihre Expedition nur noch aus zwei Schiffen: der „Trinidad“ und der „Victoria“. Sie verloren vorübergehend das eigentliche Ziel, die Gewürzinseln, aus den Augen und irrten ziellos und in den Tag hinein lebend im Insel-Labyrinth der Philippinen umher. Es kam zu einigen spontanen Geiselnahmen, mit denen die Europäer Lebensmittel und teils auch Lösegeld von Einheimischen erpressten. So nahmen sie den Statthalter der Insel Palawan gefangen und verlangten für seine Freilassung 20 Ziegen, 20 Schweine, 150 Hühner und sehr viel Reis. Sie bekamen alles und der Statthalter sorgte auch für Nachtisch, indem er den Tribut um Feigen, Kokosnüsse, Zuckerrohr und Palmwein ergänzte.
Auf Borneo wurden sie sehr freundlich empfangen und auf Elefanten reitend zum Sultanspalast von Brunei geleitet, wo bei einem Gastmahl Geschenke ausgetauscht wurden. Pigafetta beschreibt ausführlich den Gold- und Perlenschmuck der Einheimischen, sowie das kostbare chinesische Porzellan am Hof des Sultans von Borneo. Im September 1521 beschloss die Besatzung der beiden Schiffe, den Portugiesen Carvalho abzusetzen, weil er mit willkürlichen Gefangennahmen von Einheimischen und privaten Lösegeldgeschäften ihr Vertrauen verspielt hatte. Gonzalo de Espinosa wurde zum Kapitän der „Trinidad“ bestimmt und Sebastián Elcano zum Kapitän auf der „Victoria“. Danach besannen sich die Abenteurer wieder auf ihren eigentlichen Auftrag und kauften eine große Menge Zimt in Mindanao. Anschließend begab sich die Gewürzexpedition an die Südspitze der Insel Mindanao, wo sie in Sarangani einen einheimischen Seemann als Geisel nahm, der sie – als Preis für seine Freilassung – endlich zu den Gewürzinseln der Molukken navigieren sollte.
Die Entdeckung des Gewürz-Paradieses
Nach 26 Monaten der Suche – wie Pigafetta in seinem Tagebuch vermerkt – erreichten die zwei übrig gebliebenen Schiffe der Expedition am 8. November 1521 die Gewürzinseln der Molukken. Auf der Insel Tidore wurden sie von Sultan Almansur empfangen. Der Sultan gabt den Europäern zu verstehen, dass ihr Schiff ihm schon lange vor ihrer Ankunft in einem nächtlichen Traum erschienen sei. Gonzalo de Espinosa lud ihn ein, an Bord der „Trinidad“ zu kommen, wo ihm die Spanier im Auftrag Kaiser Karls V. zahlreiche Geschenke überreichten. Almansur kündigte an, ihnen die größtmögliche Menge an Gewürznelken zu verkaufen. Die spanische Expedition erfuhr von ihm, dass die Portugiesen schon vor zehn Jahren diese Gewürzinseln „entdeckt“ hatten und seitdem regelmäßig Schiffe zum geheimen Gewürzhandel schickten. Pigafetta behauptet in seiner Chronik, dass der Sultan feierlich versicherte, künftig ein treuer Vasall des spanischen Königs Karl zu sein und regelmäßig Handel mit Spanien zu treiben. Angeblich schwörte er seine Treue zu Spanien sogar auf den Koran, so behauptet es Pigafetta. Zudem beschreibt der italienische Chronist zahlreiche Episoden im Dialog mit dem Sultan. So verlangte der muslimische Herrscher, dass die Europäer alle Schweine an Bord töten und ihre Kadaver danach unter Deck verstecken sollten, damit er den Anblick dieser gemäß dem Koran unreinen Tiere bei seinen Besuchen an Bord nicht ertragen musste.

Die Europäer luden knapp 32 Tonnen Gewürznelken und wollten damit so schnell wie möglich zurück nach Spanien (bei Ankunft in Sevilla wurde das Gewicht etwas geringer angegeben, was am unterschiedlichen Trocknungsgrad der Nelken liegen könnte). Am 21. Dezember 1521 startete die lange Rückreise der Expedition und der Sultan gabt dem Kapitän der Victoria 2 Lotsen mit, die ihn sicher gen Südwesten ans Ende des Insel-Labyrinths bringen sollten.
Die heroische Rückkehr auf dem „Geisterschiff“
Sebastian Elcano wählte sehr bewusst die ihm völlig unbekannte Route gen Westen für die Rückkehr. Zum einen, weil er hoffte, dass diese kürzer wäre (schließlich benutzten die Portugiesen sie seit ca. zwei Jahrzehnten), zum anderen hatte er das erklärte und ehrgeizige Ziel, die Erde damit komplett zu umrunden. Von der Molukken-Insel Tidore bis zum Kap der Guten Hoffnung benötigte die „Victoria“ mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von ca. 8 Knoten pro Stunde viereinhalb Monate. Nach der dramatischen Umschiffung der Südspitze Afrikas und des „Kaps der Stürme“ (heute „Kap der Guten Hoffnung“), wandte sich die „Victoria“ mit inzwischen gebrochenem Fockmast nach Norden. Sie segelten mit dem Tod an Bord. Im Mai 1522 musste fast jeden zweiten Tag der Leichnam eines an Skorbut bzw. Hunger oder Durst gestorbenen Kameraden über Bord geworfen werden. Von 53 Männern, die am 21.12.1521 von den Molukken aufgebrochen waren, starben 22 während der langen Rückfahrt, nur 18 erreichten Sevilla (13 wurden später im Juli auf den Kapverden von den Portugiesen gefangen genommen).
Die meisten der 22 Männer (Pigafetta spricht in seiner Chronik von 21, Elcano in seinem Bericht an den Kaiser von 22 Toten) starben an dem gefürchteten Skorbut genannten Vitaminmangel. Bittere Ironie: Die Dahinvegetierenden lagen auf Bergen von fast 32 Tonnen Gewürznelken – das Kauen weniger Nelken hätte ihren Tod durch Skorbut verhindern können, da selbst getrocknete Gewürznelken ausreichend Vitamine haben… aber das wusste damals niemand.
Kapitän Elcano blieb von Skorbut verschont. Wahrscheinlich rettete der regelmäßige Verzehr von eingewecktem Quittengelee Elcano und seine engsten Vertrauten vor dem Tod durch Skorbut, während die Hälfte seiner Besatzung an diesem Vitaminmangel starb. Die Annahme, dass auch dieser Quittengelee die erste Weltumsegelung ermöglicht hat, ist kaum übertrieben. Denn falls Elcano wie so viele seiner Kameraden an Skorbut gestorben wäre, darf bezweifelt werden, dass jemand an seiner Stelle die Victoria zurück nach Sevilla gebracht hätte: Fast alle übrigen Überlebenden waren Schiffsjungen, einfache Matrosen oder hatten wie der Chronist Pigafetta oder der Barbier Bustamante keine nautische Erfahrung, um ein Schiff zu navigieren.
Ein einziger Zwischenstopp während der Route zurück nach Sevilla rettete vielleicht einige der 18 Überlebenden vor dem Tod durch Skorbut oder Hunger, denn Elcano ließ am 9. Juli 1522 vor dem portugiesischen Handelsstützpunkt Cidade Velha auf der Kapverdischen Insel Santiago ankern, um Proviant und Wasser an Bord der „Victoria“ zu nehmen.

Allerdings weit weniger als eigentlich geplant: Als einer der spanischen Matrosen ein paar Sklaven „einkaufen“ wollte und dafür mit Gewürznelken bezahlte, wussten die Portugiesen, dass die Spanier gelogen hatten und nicht aus dem „spanischen Indien“ (Karibik oder Südamerika) kamen, sondern die „portugiesischen“ Gewürzinseln entdeckt hatten. Daraufhin wurden 13 Männer der Besatzung Elcanos, die sich an Land befanden, von den Portugiesen gefangen genommen und kehrten erst 1526 nach Spanien zurück.
Um der Gefangennahme der gesamten Besatzung der „Victoria“ durch die Portugiesen zuvor zu kommen, befahl Elcano, unverzüglich die Anker zu lichten und aufzubrechen zum Endspurt nach Sevilla. Dabei mussten die 18 an Bord übrig Gebliebenen, ständig unter Hunger und Durst leidend und auf Deck monatelang Sonne und Regen ausgesetzt, mit vom Sturm zerbrochenem Fockmast und einem Leck, das sie zwang, fast ohne Pause Wasser zu schöpfen, um nicht noch auf den letzten Seemeilen abzusaufen, bis an ihre Grenzen gehen. Elcano schreibt später in einem Brief an Kaiser Karl V.: „Resolvimos de común acuerdo morir antes que caer en manos de los portugueses, y así, con grandísimo trabajo de la bomba, bajo la sentina, que día y noche no hacíamos otra cosa que echar fuera el agua, estábamos tan extenuados como ningún hombre lo ha estado…“ (Wir beschlossen gemeinsam, lieber zu sterben, als in die Hände der Portugiesen zu fallen, und so waren wir durch die enorme Arbeit mit der Pumpe unter Deck, wo wir Tag und Nacht nichts anderes taten, als Wasser herauszupumpen, so erschöpft, wie es noch kein Mensch jemals zuvor gewesen war). In dem Brief und auch später beim persönlichen Gespräch duzt Elcano den Kaiser! Er dachte vielleicht, dass jemand, der soeben als Erster die Welt umsegelt hatte, nicht auf die Knie fallen müsse vor einem jungen Monarchen, der gerade mal zwischen Toledo, Augsburg und Wien hin und her gependelt war.
Merkwürdig ist die Tatsache, dass Pigafetta, der italienische Chronist der Weltumsegelung den entscheidenden Helden Sebastián Elcano, der diese zu einem glücklichen Abschluss bringt, kein einziges Mal namentlich erwähnt. Warum dieses Schweigen über den letzten Kapitän der Victoria? Man kann nur vermuten, dass es in den Augen des Chronisten nur einen Helden geben durfte: Magellan, der die Expedition geplant hatte. Vielleicht hing es auch damit zusammen, dass Elcano zu der Gruppe von Verschwörern gehört hatte, die in der Bucht von San Julián einen Putsch gegen Magellan unternommen hatten (siehe Teil 1) und Pigafetta konnte dies nicht vergeben, weshalb er den Vollender der Weltumsegelung totschwieg. Aber es gibt eben keine Weltumsegelung Magellans, durchgeführt hat sie letztlich Elcano.

Nach einer endlosen Tour de Force jubelten die 18 Überlebenden (sofern sie dazu noch die Kraft hatten) am 6. September 1522 beim Anblick des Ufers an der Mündung des Guadalquivir. Bei der Ankunft des Geisterschiffs „Victoria“ mit den 18 ausgemergelten, wie Gespenster aussehenden Gestalten an Bord am Hafen von Sanlúcar de Barrameda, läuteten die Glocken der Kirche Santa María und man beeilte sich, die ausgehungerten Helden der ersten Weltumseglung mit Essen zu versorgen. Dafür wurden 75 Brote, ein Viertel Rind, Melonen und eine große Menge Wein herangeschafft. Am folgenden Tag wurde die „Victoria“ von einem Schlepperboot den Guadalquivir hinauf gezogen und am 8. September 1522 kam sie im Hafen von Sevilla an, wo sie über drei Jahre zuvor aufgebrochen war zu diesem vielleicht größten Abenteuer in der Geschichte der Menschheit.
Pigafetta berichtet vom Dank der Überlebenden an himmlische Mächte: „El martes bajamos todos a tierra en camisa y a pie descalzo, con un cirio en la mano, para visitar la iglesia de Nuestra Señora de la Victoria, como lo habíamos prometido hacer en los momentos de angustia.“ (Am Dienstag gingen wir alle von Bord, barfüßig und mit einer Altarkerze in der Hand, um der Kirche unserer Jungfrau des Sieges einen Besuch abzustatten, so wie wir es in den Augenblicken der Todesangst versprochen hatten.“)
Unmittelbar nach der sensationellen Ankunft der längst tot geglaubten Weltumsegler in Sevilla, ereilte Elcano der Befehl des Kaisers, ihm unverzüglich in Valladolid gegenüber zu treten und Bericht zu erstatten. Elcano überreichte dem Kaiser dort feierlich eine symbolische Portion von Gewürznelken, Muskatnüssen und Zimt, zwei ausgestopfte Paradiesvögel und präsentierte drei Eingeborene von den Molukken. Der Chronist des Kaisers, Pedro Mártir de Anghiera, vermerkt schriftlich als Fazit nach der Anhörung der nach Valladolid zitierten Weltumsegler in leicht verächtlichem Ton: „Die 18 Überlebenden sind praktisch alle Ignoranten.“

Nun, Sebastián Elcano und seine Kameraden der Weltumseglung waren zwar keine Gelehrten oder Wissenschaftler, sie kamen oft aus einfachen Verhältnissen und einige von ihnen konnten kaum lesen oder schreiben. Aber sie haben – selbst wenn dies gar nicht ihre eigentliche Intention war – etwas Einzigartiges geschafft: In einem Schiff, das heute auf uns wie ein fragiles Spielzeugboot wirkt, haben sie als erste Menschen den gesamten Globus umrundet und dabei zunächst den völlig unbekannten Pazifischen Ozean durchquert, dort zahlreiche Inseln als erste Europäer betreten und zuletzt mit Vollendung der Weltumsegelung bewiesen, dass die Erde ein kugelförmiger Planet ist, der im All rotiert.
Überlebende der Weltumsegelung an Bord der Victoria, die am 6. September 1522 in Sanlúcar de Barrameda und am 8. September 1522 in Sevilla eintrafen
- Juan Sebastián Elcano, Kapitän der Victoria, zuvor Schiffsmeister der Concepción;
- Antonio Pigafetta, Chronist der Expedition (Italiener);
- Juan de Acurio, zuvor Bootsmann der Concepción;
- Francisco Albo, Steuermann, zuvor Bootsmann der Trinidad;
- Juan de Arratia, Schiffsjunge der Victoria;
- Hernando de Bustamente, zuvor Barbier der Concepción;
- Diego Gallego, Matrose der Victoria;
- Antón Hernández Colmenero, zuvor Matrose der Trinidad;
- Vasco Gómez Gallego, zuvor Schiffsjunge der Trinidad;
- Martín de Judicibus, zuvor Büttel der Concepción (Italiener);
- Nicolas Griego, Matrose der Victoria (Grieche aus Nauplia);
- Miguel de Rodas (Rhodos), Steuermann, zuvor Bootsmann der Victoria;
- Francisco Rodrigues, zuvor Matrose der Concepción (Portugiese);
- Hans aus Aachen, Artillerist der Victoria (erster deutscher Weltumsegler);
- Juan Rodríguez de Huelva, zuvor Matrose der Concepción;
- Miguel Sánchez de Rodas (Rhodos), Matrose der Victoria;
- Juan de Santandrés, zuvor Schiffsjunge der Trinidad;
- Juan de Zubileta, Page der Victoria.
- drei namentlich nicht bekannte Passagiere aus Südostasien

EPILOG
Die erste Publikation über die erste Weltumseglung wurde 1523 in Köln gedruckt. Unter dem lateinischen Titel „De Moluccis Insulis“ wurde sie von Maximiliano Transilvano, dem Sekretär Kaiser Karl V. veröffentlicht. Zwei Jahre später folgte Pigafettas Chronik, die 1525 in Paris erschien. Beide Publikationen fanden – wie damals alle Schriften über „neue Welten“ – in kurzer Zeit viele Leser.
Trotz der dramatischen Verluste (drei der fünf Schiffe waren komplett verloren und die „San Antonio“ ganz ohne Waren schon 1521 zurückgekehrt, mit den Schiffen waren auch Material und teure Gastgeschenke verloren gegangen), erzielte die abenteuerliche Expedition zu den Gewürzinseln sogar einen Profit. Die Gesamtkosten betrugen 8.334.335 Maravedís, der Gewinn durch den Verkauf der mitgebrachten Gewürze betrug 8.680.551 Maravedís, dies bedeutete ein Plus von 346.216 Maravedís und verdeutlicht den ungeheuren Wert, den diese Gewürze damals hatten. Mit einer Handvoll Gewürznelken war man ein „gemachter Mann“ und hatte quasi ausgesorgt für den Rest seines Lebens. Juan Sebastián Elcano erhielt von Kaiser Karl V. eine jährliche Pension von 500 Dukaten zugesprochen und einen Adelstitel mit einem schönen Wappen. Darauf werden 3 Muskatnüsse, zwei gekreuzte Zimtstangen und 12 Gewürznelken auf goldenem Grund gezeigt, sowie darüber ein Globus mit der stolzen Inschrift (in Latein) „Als Erster hast Du mich umrundet“ (Primus Circumdedisti Me). Er hätte sich damit bequem zur Ruhe setzen können, aber er war offenbar süchtig nach den Molukken und Gewürznelken geworden. Nur 3 Jahre später, im Juli 1525, stach er mit der Loayza-Expedition wieder in See, um die neue Handelsroute zu den Gewürzinseln zu etablieren. Der große Superheld der ersten Weltumsegelung fand ein tragisches Ende voll bitterer Ironie. Er starb im August 1526 mit der Mehrheit seiner Besatzung irgendwo auf dem Pazifik wahrscheinlich an Skorbut – diesmal hatte er offenbar der Quittengelee vergessen.
Ein populäres spanisches Sprichwort aus jener dramatischen Epoche scheint auch zutreffend für Elcano und die Weltumsegler:
„El Mar es mina a do muchos se hazen ricos y cementerio a do infinitos están enterrados…“
„Das Meer ist wie ein Bergwerksstollen, wo viele reich und unzählige begraben werden…“
Text: Berthold Volberg
Tipps und Links
- „El Viaje más largo – La Primera Vuelta al Mundo“
Ausstellungskatalog anlässlich des 500jährigen Jubiläums herausgegeben von Prof. Braulio Vázquez Campo/ Prof. Alma Guerra, Spanisches Kulturministerium 2019 - Antonio Pigafetta: „Primer Viaje entorno al Globo“, spanische Übersetzung, Madrid 1922, digitale Version
- Maximiliano Transilvano: „De Moluccis Insulis“ in digitaler Version
- Für die meisten Originaldokumente (Briefe von Elcano u. a., Verträge, Testamente etc.): Archivo General de Indias, Sevilla
Bereits erschienen:
Teil 1: Elcanos Weltumsegelung vor 500 Jahren
Teil 2: Endlos-Blau und das Würfeln um die letzte Ratte
Fotos:
- Denkmal Lissabon: lapping, Pixabay
- Virgen de la Victoria: Berthold Volberg
- Virgen de los Navegantes: Berthold Volberg
- Deserto de Viana, Kapverden: Ursula Di Chito, Pixabay
- San Lúcar de Barrameda: Berthold Volberg
- Colegio de San Gregorio, Valladolid: Berthold Volberg

